Pooltechnik - einfach erklärt


Skimmer, Sandfilter, Stahlwandpool - der stolze (oder zukünftige) Poolbesitzer muss schon einiges an Fach-Chinesisch verstehen. Damit die Pooltechnik auch zum Pool passt und Sie nicht im „Trüben“ fischen, spreche ich in lockerer Folge mit Experten rund um die Pooltechnik, mit Herstellern und stolzen Poolbesitzern.


Aussenpool.de: Hallo Herr Mohrbacher, bitte stellen Sie sich kurz vor.

A. Mohrbacher: Mein Name ist Andreas Mohrbacher. Ich biete Anlagen und Technik zur Regenwassernutzung für Haus, Garten und Gewerbe. Die von uns angebotenen Systeme werden schon seit vielen Jahren in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland mit Erfolg eingesetzt. Das Umweltbewußtsein wächst, deshalb findet diese wirtschaftliche Art der natürlichen Wassernutzung auch bundesweit immer mehr Freunde.

Aussenpool.de: Sie bieten neben der Regenwassernutzung auch Pooltechnik an. Wie kamen Sie zu diesem Thema?

A. Mohrbacher: Wasser ist Leben. Fließendes Wasser hat mich schon immer fasziniert. 1993 und 1994 besuchte ich einige Schulungen in Hessen und im Saarland zum Thema Regenwassernutzung. 1995 eröffnete ich meine Firma und baute meine erste Regenwasseranlage auf dem Firmengelände. Zur Pooltechnik kam ich über eine spanische Firma, die neben den Pumpen zur Regenwassernutzung ebenfalls Pumpen und Filteranlagen für Aussenpools und Schwimmbäder herstellt. Einige Regenwassernutzer fragten mich auch hinsichtlich ihres Pools an, so dass ich regional einige Projekte verwirklichen konnte. Zudem nimmt die Internetnachfrage immer mehr zu, was dazu führte dass ich die Pooltechnik in mein Lieferprogramm aufgenommen habe.

Aussenpool.de: Kann man eigentlich Regenwasser auch für den Aussenpool verwenden?

A. Mohrbacher: Technisch ist das grundsätzlich möglich - es macht aber ökonomisch keinen Sinn. Wenn Poolsaison ist, regnet es in der Regel wenig. Das vorhandene Regenwasser wird dann besser für Toilettenspülung und die Waschmaschine genutzt. Denn: Ein Regenwassertank faßt ca. 3.000-6.000 Liter. Wenn ich damit den Pool fülle ist i.d.R. der Tank leer; außerdem kann das Regenwasser im Pool zu pH-Schwankungen führen. Besser ist es also, das Frischwasser aus der Leitung direkt in den Pool zu geben und das vorhandene Regenwasser für Toilette und Waschen zu verwenden. Hygienebedenken spielen beim Einsatz von Regenwasser im Aussenpool eher keine Rolle, denn eine richtig gebaute Regenwasseranlage kann ohne Probleme Badewasserqualität erreichen. Aber - wie gesagt - es zahlt sich nicht aus.

Aussenpool.de: Sie sprachen vorhin von den Poolpumpen. Eine solche Pumpe ist das „Herz“ jeder Filteranlage. Muß die Pumpe stark sein oder leise oder sparsam? Oder alles zusammen?

A. Mohrbacher: Alles zusammen selbstverständlich. Die Pumpe muss im Verhältnis zur Poolgröße berechnet sein, damit sie nicht zu viel Strom verbraucht. Eine zu kleine Pumpe erreicht gegebenenfalls die optimale Filterleistung nicht und das Wasser wird schnell grün. Zudem muss die Pumpe leise sein um nicht zu stören (auch den Nachbar nicht). Die Pumpe sollte in jedem Fall trocken aufgestellt sein, um die Lebensdauer zu erhöhen.

Aussenpool.de: Wie funktioniert eine Sandfilteranlage? Auf was muß der Poolbesitzer achten?

A. Mohrbacher: Aufgabe einer Filteranlage ist das Zurückhalten von Verunreinigungen. Das geschieht mechanisch. Die Poolpumpe zieht das Wasser durch einen in der Regel mit Quarzsand gefüllten Kessel. Dabei bleibt der Schmutz im Sand hängen, das saubere Wasser fließt wieder zum Pool zurück. Bei Sandfilteranlagen kann man den Sand austauschen - wir raten unseren Kunden, dies alle 2-3 Jahre zu tun.
 
Aussenpool.de: Herr Mohrbacher, vielen Dank für das Gespräch.