Poolfilter und Pumpen

Sandfilter und Poolpumpe sind extrem wichtig für eine gute Wasserqualität.

Die Pumpe fördert das Poolwasser zur Sandfilteranlage und sorgt so für eine Wasserzirkulation. Die Sandilteranlage holt den Schmutz, der im Poolwasser mitschwimmt, heraus. Die Pumpe fördert dann das gereinigte Poolwasser wieder zurück ins Becken. Wie das im Detail geht, zeigen wir Ihnen hier.

Pooltechnik im Detail

Der Poolfilter

Die Filteranlage eines Aussenpools besteht aus mehreren Komponenten. Da ist zum einen der Polypropylen-Kessel, der als Behälter für den Filtersand dient. Je nach Grösse des Kessels sind da schon mal 50 - 100kg spezieller Quarzsand drin - entsprechend sollte man darauf achten, dass das Pumpenhäuschen oder der Technikschacht so ausreichend dimensioniert ist, dass man im Bedarfsfall ohne Probleme den Sand aus dem Filter holen und neuen Quarzsand einfüllen kann - ohne sich allzusehr zu verrenken.

Eine weitere wichtige Komponente ist das 6-Wege-Ventil, das auf dem Kessel obendrauf oder auch seitlich angebracht ist. Mit Hilfe des 6-Wege-Ventils wird der Wasserstrom vom Pool durch den Filter und wieder zurück gelenkt. "6-Wege" heißt das Ventil, denn es gibt 6 verschiedene Funktionen / Einstellungen:

  1. Filtern
  2. Entleeren
  3. Schliessen
  4. Rückspülen (= Sandfilter-Reinigung)
  5. Zirkulieren
  6. Nachspülen (= Reinigung der Rohrleitungen)

Sämtliche Rohrleitungen vom und zum Pool werden entweder mit PVC-Rohren (starr) oder aber mit Schwimmbad-Schlauch (flexibel) ausgeführt. Der Schlauch ist mir persönlich sympathischer, denn er ist flexibel und erhält seine Festigkeit durch eine im PVC-Mantel geführte Spirale. Beide Systeme haben ihre Berechtigung und Vor- und Nachteile. Und egal für welches System man sich entscheidet, die Anschlüsse, Rohre und Fittings müssen sehr sorgfältig mit einem wasser- und UV-resistenten Spezialkleber verklebt werden.

Poolfilter und Pumpen

Poolpumpe: Hier schlägt das Herz

Aussenpool Pool Filter und Pumpe

Der Vergleich mit dem Herz ist nicht übertrieben: Ohne eine passende Poolpumpe geht's nicht. In den allermeisten Fällen greifen Schwimmbadplaner auf eine entsprechend dimensionierte selbstansaugende Pumpe zurück. "Selbstansaugend" heisst in diesem Zusammenhang, dass die Pumpe nicht unbedingt bereits mit Waser gefüllt sein muss, um zu funktionieren - sie kann das Wasser selbsttätig (aufgrund von Unterdruck) ansaugen. Auch wenn die Schwimmbad Pumpe dadurch (theoretisch) über der Wasseroberfläche stehen kann, ist es dennoch von Vorteil, die Pumpe und die Filteranlage unter dem Wasserspiegel zu montieren.

Die ausreichende Dimensionierung der Pumpe ist ein entscheidender Faktor für die spätere Wasserqualität. Ist die Pumpe unterdimensioniert, dann kann nur ein Teil des Poolinhalts im Sandfilter gereinigt werden. Die Folge ist eine unzureichende Filtrierung des Wassers und entsprechend eine höhere Wahrscheinlichkeit von Algenproblemen oder einer Eintrübung des Wasser. Ist die Poolpumpe dagegen überdimensioniert, so wird zwar das Wasser mehr als ordentlich gefiltert - allerdings verbunden mit höheren Kosten (Anschaffung, Strom). Als Faustformel gilt: die Pumpe sollte den Beckeninhalt innerhalb von 8 Stunden 2mal umwälzen können. Bei einem 40-Kubikmeter-Becken reicht eine Pumpe mit 10 bis 11 Kubikmetern/h Förderleistung und 8 Stunden Betriebsdauer.